90. Geburtstag von Erika Reinhardt 

Erika Reinhardt feiert am 30.01.2022 ihren 90. Geburtstag!

Leider können wir dieses Jubiläum aktuell nicht mit einem großen Empfang feiern, wollen dies jedoch am 3. April 2022 mit einer Matinee nachholen, hoffen, dass sich die Pandemie dann abgeschwächt hat. 

Erika Reinhardt wurde in Freistadt (Oberösterreich) geboren. Sie absolvierte eine Fachausbildung zur Dipl. Säuglings- und Kinderkrankenschwester in Wien. 

Seit 1978 ist sie Mitglied in der CDU, war von 1984 - 1990 Stadträtin im Gemeinderat der Landeshauptstadt Stuttgart. 1990 wurde sie in den Deutschen Bundestag gewählt, wo sie den Wahlkreis Stuttgart-Nord über drei Legislaturperioden bis 2002 vertrat. 

Erika Reinhardt ist sozial sehr engagiert. Sie arbeitete von Anfang an intensiv in KEKS, dem Verband von Eltern, deren Kinder unter einer Ösophagusatresie leiden. Diese Kinder mit ihren Speiseröhrenfehlbildungen werden heute zwar in den ersten Tagen ihres Lebens operiert, häufig haben sie aber über ihre Kindheit eine Fülle von Problemen, die eine engmaschige Beratung erforderlich machen. 

Zu den Problemen, die diese Kinder haben, zählen „Steckenbleiber“ (unzureichend gekaute Nahrung bleibt häufig in der Speiseröhre hängen); Reflux von Magensaft (der Verschluss der Speiseröhre zum Magen ist nicht ausreichend dicht) und vor allen Dingen an Infektionen im Bereich der Atemwege (Lungenentzündung etc.). 

Frau Reinhardt gründete daraufhin die Ösophagus-Stiftung, deren Ziel es war, ein Medizinteam zu finanzieren, das bundesweit nicht nur in Sprechstunden telefonisch Rat erteilt, sondern auch mit einem Notfalltelefon rund um die Uhr zur Verfügung steht. Darüber hinaus finanzierte die Ösophagus-Stiftung ein Nachsorgeprojekt, welches zum Ziel hat, aus den bisherigen Krankheitsverläufen fachliche Schlüsse zur Optimierung der Therapie zu ziehen. Darüber hinaus unterstütze sie die Zentralisierung von Kindern mit Speiseröhrenfehlbildung. Von den durchschnittlich 800.000 Neugeborenen pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland haben etwa 200 Neugeborene eine Speiseröhrenfehlbildung - werden aber in 70 (!) Kliniken operiert; eine Zentralisierung der Behandlung in 5 - 10 Kliniken wurde von und wird von der Ösophagus-Stiftung gefordert und gefördert. 

Erika Reinhardt hat die Ösophagus-Stiftung 20 Jahre lang geleitet und ihr das Gepräge gegeben. Sie hat über die 20 Jahre 1,2 Mio. Euro (!!) KEKS zur Verfügung stellen können. Sie führte Konzerte, Auktionen, Vortragsveranstaltungen durch - und war sich auch nicht zu schade, persönlich in Metzgereien, Bäckereien oder Getränkeläden zu gehen, um Unterstützung für Veranstaltungen zu bitten. Noch heute kommen ihr die Tränen in die Augen, wenn sie von den Auktionen mit dem Ministerpräsidenten a.D. Lothar Späth, von den Vortragsveranstaltungen mit dem Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel und dem Bundesverfassungsrichter Gebhard Müller berichtet. 

Das neue Team, dem sie die Weiterführung der Ösophagus-Stiftung anvertraut hat, benannte die Stiftung 2021 ihr zu Ehren in Erika-Reinhardt-Stiftung um. 

Liebe Erika, 
Generationen von Familien, deren Kinder an der Speisenröhrenfehlbildung leiden bzw. gelitten haben, danken Dir für Dein leidenschaftliches Engagement. Wir wünschen Dir weiterhin Gesundheit, viel Glück und Segen in Deiner Zukunft!

Mit freundlichen Grüßen 

Prof. Dr. F. J. Kretz, Vorsitzender der Stiftung
Dr. Gertrud Trepte, Stellvertretende Vorsitzende der Stiftung
Volker Koch, Schatzmeister 
Virginia Fäser-Smollny, Organisation 

Erika Reinhardt bittet auf Geschenke aus Anlass ihres Geburtstages zu verzichten und stattdessen die Erika-Reinhardt-Stiftung zu bedenken.